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Autoritarismus

In der Poli­tik­wis­sen­schaft bezeich­net Auto­ri­ta­ris­mus eine Regie­rungs­form oder poli­ti­sche Ein­stel­lung, die sich durch die fol­gen­den Merk­male aus­zeich­net:

  • starke zen­trale Kon­trolle
  • begrenzte indi­vi­du­elle Frei­hei­ten
  • Unter­drü­ckung der poli­ti­schen Oppo­si­tion.

Auto­ri­ta­ris­mus geht ein­her mit Ein­schrän­kun­gen der Men­schen- und Bür­ger­rechte, u.a. mit Zen­sur, Repres­sio­nen und einem Macht­mo­no­pol einer Per­son oder klei­nen Gruppe, die damit die eigene Macht und Herr­schaft dau­er­haft absi­chert. Demo­kra­ti­sche Prin­zi­pien wie Gewal­ten­tei­lung, freie Wah­len und Rechts­staat­lich­keit wer­den häu­fig ein­ge­schränkt oder sogar abge­schafft.

In der Dif­fe­ren­ti­el­len- und Sozi­al­psy­cho­lo­gie ver­weist der Begriff des Auto­ri­ta­ris­mus auf bestimmte Merk­male einer Per­sön­lich­keit die als Ein­stel­lungs­bün­del wie Kon­ven­tio­na­lis­mus, Dog­ma­tis­mus, star­res Den­ken und Eth­no­zen­tris­mus beschrie­ben wer­den und auf Ver­hal­ten wie auto­ri­täre Aggres­sion sowie Unter­wür­fig­keit gegen­über auto­ri­tä­ren Führer:innen.

Völ­ki­scher Auto­ri­ta­ris­mus

Der Begriff Völ­ki­scher Auto­ri­ta­ris­mus bezeich­net eine Regie­rungs- und Herr­schafts­form, die Auto­ri­ta­ris­mus mit völ­ki­scher Ideo­lo­gie ver­knüpft. Merk­male sind:

  • Natio­na­lis­ti­sche, anti­se­mi­ti­sche und ras­sis­ti­sche Ideo­lo­gien:
    Die starke Iden­ti­fi­ka­tion mit dem ‚eige­nen Volk‘ und des­sen ‚natür­li­cher Über­le­gen­heit‘ geht ein­her mit Dis­kri­mi­nie­rung, Exklu­sion, Ver­fol­gung, Depor­ta­tion und der Ver­nich­tung von Fremd­grup­pen.
  • Starke Füh­rung und auto­ri­täre Struk­tu­ren:
    Eine (cha­ris­ma­ti­sche) Füh­rungs­per­son oder -gruppe fun­giert als zen­trale Macht­in­stanz und regiert ‚mit star­ker Hand‘. Es wird als legi­tim ange­se­hen, die genann­ten Ideo­lo­gien mit staat­li­cher Gewalt durch­zu­set­zen, um einen ‚homo­ge­nen Volks­kör­per‘ zu schaf­fen.
  • Unter­drü­ckung von Oppo­si­tion und Demo­kra­tie:
    Oppo­si­tio­nelle Politiker:innen, poli­ti­sche Gegner:innen oder Aktivist:innen wer­den unter­drückt, ver­folgt und inhaf­tiert. Men­schen- und Grund­rechte wer­den für diese Grup­pen außer Kraft gesetzt.
  • Reak­tio­näre Kul­tur- und Geschichts­po­li­tik:
    Häu­fig wer­den ver­gan­gene Zei­ten roman­ti­siert oder glo­ri­fi­ziert. Brauch­tum, Mythen oder Tra­di­tio­nen gel­ten als Ret­tungs­an­ker in einer Welt der dyna­mi­schen Ver­än­de­rung, der Moder­ni­sie­rung, des ste­ti­gen Wan­dels.
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