Die Verschwörungserzählung Großer Austausch behauptet, die ‚weiße‘ Bevölkerung werde, orchestriert von politisch und kulturell mächtigen Gruppen wie Politiker:innen, Feminist:innen oder internationalen Organisationen, also einer vermeintlichen, als jüdisch codierten Elite, durch Migrant:innen ersetzt. Der Begriff wurde 2011 durch den französischen Autor Renaud Camus populär gemacht und von der Neuen Rechten verbreitet. Die Verschwörungserzählung wird stetig aktualisiert bspw. als Great Reset. Manchmal wird die Idee des Ausgetauschtwerdens neben Migrant:innen auch auf queere Menschen, feministische Männlichkeiten oder linke Kulturschaffende projiziert. Der Große Austausch verbindet somit Rassismus, Antisemitismus und Antifeminismus und knüpft als übergreifende Verschwörungserzählung unmittelbar an die ‚Protokolle der Weisen von Zion‘ und ‚New World Order‘ an. In der Praxis hat diese Verschwörungserzählung zu zahlreichen Gewalttaten geführt, darunter die Attentate von Christchurch und Halle, bei denen die Täter die Erzählung als Rechtfertigung für ihre Taten nutzten.
Der Große Austausch
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